Chronik des Turngaues Landshut
 

1841

Aufhebung des Turnverbots

Folge: Wie überall in Deutschland sammelte sich auch die niederbayerische Jugend, um den Idealen Turnvater Jahns zu huldigen, wurden Turnvereine gegründet.

Am 12. August 1888

zählte der Turngau Niederbayern in Zwiesel beim 10. Gauturntag, gleichzeitig der 1. Bezirksturntag, 24 Turn­vereine: Aidenbach, Bogen, Deggendorf, Dingolfing, Eggenfelden (Concordia), Geiselhöring, Griesbach, Landau, Landshut (TV), Mainburg, Passau, Pfaffenberg, Pfarrkirchen, Pilsting, Regen, Regensburg (Turnerbund „Jahn"), Rottenburg, Simbach am Inn, Straubing (TV), Straubing (Turnerbund „Jahn"), Viechtach, Vilsbiburg, Vilshofen und Zwiesel. Der MTV Landshut ist vom Turngau Niederbayern ausgetreten.

Bis 1892:

Die Vereine Neumarkt a. d. R., Ortenburg, Osterhofen, Frontenhausen, Rotthalmünster und Tann beim Turnbezirk neu angemeldet.

Im Juni 1893:

8. Oktober 1893

Beschluss der anwesenden Vereinsturnwarte bei der 2. Bezirksvorturnerstunde in Straubing: Aufteilung des Turnbezirk Niederbayern in drei Gaue.

Geburtsstunde des Turngaues Landshut beim 2. Ndb. Bezirksturntag in Plattling.

Unter Führung von Turnbruder Christian Friedrich und Gauturnwart Eduard Frank aus Landshut schlossen sich 13 Vereine zum „Turngau Landshut" zusammen.

Dezember 1893

1. Gauturntag in Vilsbiburg

1894

Erste Gauturnfeste in Simbach am Inn und Mainburg

1907

Als Folge der steten Aufwärtsentwicklung des Turnens:Beschluss der ndb. Kreisregierung:
Einführung der Turnstunde in den Volksschulen

1908

Bereits 19 Vereine mit 1599 Mitgliedern

Der erste Weltkrieg 1914/18

1923

riss große Lücken, auch bei den Turnern.

Doch unter Turnbruder Hans Achner aus Landshut gelangte unser Turngau zu großem Ansehen.

Auch die Frauen und Mädchen fanden zum Turnen.

Besonders wurde die Jugend gefördert.

in Dingolfing das 1. eigene Jugendturnfest.

Jährlich

1924

Gau- und mehrere Vereinsturnteste, sowie Stiftungsfeste mit Wettturnen.

eigene Turnzeitung unter Gauvorsitzende Hans Achner, entwickelte sich bald zum „Niederbayern Turner".

1925

in Landshut 30-jähriges Jubiläumsfest des Turn­gaues Landshut statt mit Gauturnfest

Anstieg der Zahl der Turnvereine auf 32.

1929

in Landshut landesoffenes Gauturnfest (mit 3000 Wettkämpfern) mit der Turnhalleneinweihung der Turngemeinde Landshut und der Weihe des Gaubanners.

Schon in dieser Zeit

Musste die Turnbewegung um ihren Bestand kämpfen. Politische, konfessionelle und andere Gruppen wollten das Turnen für ihre Zwecke ausnützen.

In den Jahren nach 1933

erlosch die Eigenständigkeit des Turngaues. Überführung des Turnens in den Sammelverband der Sportbewegung
(Reichsbund für Leibesübung).

Umbenennung des Turngaus in Turnkreis Landshut Gau 16 (Bayern).

Trotzdem wurde in den Vereinen das Tur­nen in seiner ursprünglichen Art gepflegt und stand in großer Blüte.

Während des 2. Weltkrieges 1939/45

erlosch wie in allen Lebensbereichen erlosch auch der Turnbetrieb.

Nach dem Zusammenbruch 1945

Verbot aller Turn- und Sportvereine und ihrer Ver­bände.

Neubeginn der deutschen Turnbewegung fast unmöglich.

Bereits im Jahre 1948

sammeln sich die Turner im Deutschen Arbeitsausschuss für Turnen, dem Vorgänger des heutigen Deutschen Turnerbundes (DTB).

2. September 1950

In Tübingen: Gründung des Deutschen Turnerbundes (DTB)

Erst im März 1953:

1955

Aufnahme der Arbeit des Turngaues Landshut
(damals Turnbezirk Landshut)

Schaffung eines neuen Gauwappens:
4 F mit dem Landshuter Stadtwappen in der Mitte.

12 Vereine bereits wieder aktiv.

Zähe Aufbauarbeit unter Gau-Vorsitzendem Georg Pöschl (Rottenburg) und Gau-Oberturnwart Hans Luchs (Landshut).

1. Bergturnfest in Wolfstein als volkstümliche Veranstaltung nach dem Motto „Turnen für Jedermann".

1961

3. niederbayerische Turnerjugendtreffen
beim TSV Velden / Vils.

 

Wiederum galt es, die Jugend zu gewinnen:

Daher Durchführung von Gauturnfesten 1954 in Gerzen, 1956 in Neufahrn, und 1958 in Schierling.

1. Gauschwimmfest 1959 in Landau.

1959

1. Gaukinderturnfest in Landshut,
das 2. in Schierling 1962, beide mit großem Erfolg.

Die „Max von Müller-Gedächtnisspiele“ in Rottenburg wurden wieder ins Leben gerufen.

Mehrere Vergleichskämpfe im Gerätturnen mit anderen Gauen

Bis 1963:

24 Turn- und Sportvereine der Stadt- und Landkreise Dingolfing, Eggenfelden, Landau, Landshut, Mallersdorf, Rottenburg und Vilsbiburg.

1963

Gründungsfest und Feier: „70 Jahre Turngau Landshut“

Ab 1963

Fortführung des Bergturnfestes alljährlich

Ab 1979:

Gau-Kinderturnfeste:
3. in Gerzen      1965
4. in Schierling 1969
5. in Schierling 1973
6. in Vilsbiburg 1976

Gau-Kinderturnfeste mit Jugendturnfest:
alle 2 Jahre
in einem anderen Landkreis
(siehe gesonderte Auflistung !)

   

1983

Feier: „90 Jahre Turngau Landshut“

1983

58 Vereine mit 10429 Mitgliedern TURNEN mit Gymnastik

   

1993

Feier: „100 Jahre Turngau Landshut“ mit Gau-Turnfest in Landshut bei der Turngemeinde Landshut